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Sie möchten alleine oder zusammen mit Ihrem Ehepartner / Lebenspartner ein Testament errichten?

Sie sind eine junge Familie und  möchten mit Ihrem Ehepartner/Lebenspartner ein gemeinschaftliches Testament errichten und/oder minderjährige Kinder absichern?

Sie sind eine Patchwork-Familie und suchen eine für alle faire erbrechtliche Lösung?

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Was ist ein Testament?

Ein Testament ist eine einseitige getroffene schriftliche Verfügung, durch die verfügt wird, was im Todesfall mit dem Nachlass passieren soll.

Wer kann ein Testament errichten?

Ein Testament kann grundsätzlich jeder errichten. Ausnahmen sind Minderjährige unter 16 Jahren und Menschen, die wegen einer krankhaften Störung ihrer Geistestätigkeit nicht testierfähig sind.

Was kann in einem Testament bestimmt werden?

Derjenige, der ein Testament errichtet, kann nach Belieben testieren und sein Vermögen unter Personen seiner Wahl verteilen. Er kann Erben einsetzen, er kann bestimmen, dass jemand nichts erben soll, er kann bestimmte Gegenstände einer Person zukommen lassen (hier handelt es sich im Regelfall um ein sogenanntes Vermächtnis) oder er kann die Erben mit Auflagen beschweren.

Es sind nur sehr wenige Fälle, in denen die Testierfreiheit des Erblassers beeinträchtigt ist. Neben dem äußerst seltenen Fall der Sittenwidrigkeit kann noch ein Verstoß gegen § 14 des Heimgesetzes vorliegen. Danach dürfen der Träger eines Heimes, das Personal oder die sonstigen Mitarbeiter nicht Nutznießer einer testamentarischen Verfügung sein, wenn der Begünstigte das Testament noch vor dem Tod des Erblassers kannte.

Wie muss ein wirksames Testament aussehen?

Sie können Ihr Testament entweder selbst eigenhändig schreiben und unterschreiben oder bei einem Notar errichten. Im Regelfall ist die Errichtung eines Testaments bei einem Notar unnötig, da das eigenhändig geschriebene und unterschriebene Testament volle Wirksamkeit entfalten kann und für den Fall, dass Sie Änderungen planen oder das Testament verschiedenen Situationen anpassen möchten, es wesentlich einfacher ist, wenn Sie das Testament bei sich haben und so jederzeit darauf Zugriff nehmen können.

Abgesehen davon ist es durchaus auch möglich, ein eigenhändig geschriebenes und unterschriebenes Testament bei einem Notar in Verwahrung zu geben. Dies ist wichtig, wenn Sie die Befürchtung haben, dass das Testament nach Ihrem Tod verschwinden könnte. Allerdings muss ein solches hinterlegtes Testament, um wirksam widerrufen oder geändert zu werden, zuerst aus der notariellen Verwahrung zurückgenommen werden.

Was ist, wenn ein Testament unklar formuliert ist?

Ist ein Testament tatsächlich unklar formuliert, so muss es ausgelegt werden. Dies bedeutet, dass der wirkliche Wille des Erblassers erforscht wird, d.h. das Nachlassgericht legt unter Zugrundelegung aller möglichen Informationen das Testament aus. Ist eine eindeutige Auslegung nicht möglich, so kommen die gesetzlichen Auslegungsregeln zur Anwendung.

Ein gemeinschaftliches Testament kann nur von Eheleuten oder Lebenspartnern errichtet werden. Es kommt sehr häufig zur Anwendung. Oftmals setzen sich die Eheleute/Lebenspartner gegenseitig als Erben ein und bestimmen noch einen Erben, der nach dem Tode des Überlebenden den Nachlass bekommen soll. Dies ist aber nicht zwingend erforderlich. Ein gemeinschaftliches Testament kann auch Einzelregelungen enthalten, die nicht unbedingt mit den Regelungen des anderen in einem so engen Bezug stehen. Die Frage, ob die Regelungen wechselbezüglich sind, spielt nur dann eine Rolle, wenn es um den Widerruf des Testaments geht. Bei wechselbezüglichen Verfügungen ist dies nicht ohne Weiteres möglich.

Grundsätzlich ist die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments vereinfacht. So reicht es beispielsweise aus, dass einer der Eheleute/Lebenspartner das Testament schreibt und unterschreibt und der andere dann nur eigenhändig mit unterzeichnet.

Grundsätzlich ist die Erstellung eines gemeinschaftlichen Testaments von Ehegatten/Lebenspartnern wegen der Wirkungen im Hinblick auf die wechselbezüglichen Verfügungen nicht so einfach, wie es scheint. Anwaltliche Beratung ist dringend zu empfehlen.

Kann ein Testament angefochten werden?

Die Anfechtung eines gemeinschaftlichen Testaments durch den überlebenden Testierenden oder auch durch einen Dritten ist unter sehr engen gesetzlichen Voraussetzungen möglich. Es müssen insbesondere auch Fristen eingehalten werden.

Die Anfechtung des vom Erblasser erstellten Testaments zu seinen Lebzeiten ist nicht erforderlich, da er dieses jederzeit durch Änderungen oder Erstellung eines neuen Testaments abändern kann.

Was geschieht mit dem Testament nach dem Tod des Erblassers?

Grundsätzlich ist jeder gesetzlich verpflichtet, ein Testament, das er in Besitz hat, also auch wenn er es nach dem Tod des Erblassers findet, beim Nachlassgericht abzugeben.

Dies gilt jedoch nur für ein Testament. Letztwillige Anordnungen über die Art der Bestattung und Patientenverfügungen sind keine Testamente und unterfallen deshalb nicht der Ablieferungspflicht.

Ist das Testament beim Nachlassgericht abgegeben worden, oder war es von Beginn an amtlich hinterlegt, so wird das Testament vom Nachlassgericht eröffnet (Testamentseröffnung). Die Eröffnung ist die Verkündung und Bekanntmachung des Testaments. Im Regelfall wird das Testament eröffnet, ohne dass die möglichen Erben und sonstige Beteiligte dabei sind.

Spannende Testamentseröffnungen wie bei Edgar Wallace sind also eher selten. Im Regelfall werden die Beteiligten vom Nachlassgericht benachrichtigt und bekommen eine Kopie des Testaments.

Zweifeln die Betroffenen das Testament an oder haben Fragen dazu, muss dies schriftlich dem Nachlassgericht gegenüber erklärt werden.

Findet doch eine Eröffnung statt, zu der die Betroffenen geladen werden, können sich diese von ihrem Anwalt vertreten lassen oder mit dem Anwalt zum Termin erscheinen. Das kann sinnvoll sein, wenn zu befürchten ist, dass es bei dem Eröffnungstermin zu Streitigkeiten zwischen Angehörigen oder sonstigen Betroffenen kommt.


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