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Patchworkfamilie

Informationen zur Patchworkfamilie?

Was ist eine Patchworkfamilie?

Als Stief- oder Patchworkfamilie bezeichnet man eine Familie, die vom klassischen Einehe-/Kind-Modell abweicht. Ehepaare trennen sich, werden Alleinerziehende, finden neue Partner, die eventuell auch schon Kinder haben und/oder haben zusammen Kinder. So entstehen Patchworkfamilien. Patchworkfamilien können auch gleichgeschlechtliche Paare mit Kindern sein oder Pflege- oder Adoptivfamilien.

Patchworkfamilien haben häufig dieselben Probleme wie andere Familien auch, sie haben aber auch eigene Probleme und spezielle Konfliktsituationen.

Wenn Sie eine erfolgreiche Patchworkfamilie führen, ist es möglich, dass das gesetzliche Erbrecht zu einer unbefriedigenden Lösung führt.



Wie regelt das Gesetz die Erbfolge bei Patchworkfamilien?

Das Familienmodell Patchworkfamilie wird vom Gesetzgeber nicht vorgesehen. Das Erbrecht ist auf das Einehe-/Kind-Modell ausgerichtet.

Dies führt dazu, dass das Vermögen der Partner sich in unterschiedliche Familien verteilt.

Beispielsfall:

Mann M und Frau F haben zwei Kinder. M  hat aus einer geschiedenen Erstehe einen Sohn, der bei seiner Mutter lebt, die F hat aus einer Erstehe eine minderjährige Tochter, die bei der Familie lebt. Der Vater dieses Kindes hat mit der F das gemeinsame Sorgerecht, ist aber ebenfalls wieder verheiratet und Vater weiterer Kinder.

Verstirbt nun M  zuerst, so erben seine Frau, seine beiden Kinder und seine Tochter aus erster Ehe in Erbengemeinschaft seine Haushälfte oder sonstiges Vermögen.

Dieses Ergebnis ist in vielen Fällen ungewünscht, da die minderjährige Tochter aus erster Ehe von ihrer Mutter gesetzlich vertreten wird und somit über das Sorgerecht für das Kind  einen gewissen Einfluss auf die Erbengemeinschaft ausüben kann. Des Weiteren ist ein eventuell unbefriedigendes Ergebnis der gesetzlichen Erbfolge, dass die Tochter der Frau aus erster Ehe, auch wenn sie in der Familie lebt und zu dem "neuen" Vater eine sehr gute Beziehung hatte, nichts erbt. Sie ist, da sie kein Abkömmling des Verstorbenen war, von der Erbfolge ausgeschlossen.

Häufig möchten Eltern in Patchworkfamilien auch Kinder am Erbe beteiligen, die nicht ihre leiblichen Kinder sind, die aber als eigene Kinder angesehen werden und im Familienverbund mit leben.

Was kann getan werden?

Hier hilft nur eine solide testamentarische Lösung. In dem Beispielsfall wäre es zum Beispiel möglich, den Sohn aus erster Ehe mit einem Vermächtnis zu bedenken, das seinem Erbteil entspricht. Der Sohn wäre dann nicht Mitglied der Erbengemeinschaft, die aus der Ehefrau und den leiblichen Kindern besteht, wäre aber auch erbrechtlich nicht benachteiligt. Es wäre des Weiteren möglich, der Tochter der Frau aus erster Ehe einen Anteil am Erbe zu geben, so dass diese Mitglied der Erbengemeinschaft wird, oder auch ein Vermächtnis in gewählter Höhe, so dass auch diese Tochter nicht leer ausgehen würde.

Es wäre so möglich, eine faire Lösung zu entwickeln, die die gute Beziehung zwischen allen Beteiligten aufrechterhalten kann und die auch dazu führt, dass das positiv geführte Modell Patchworkfamilie nicht durch den Tod eines Beteiligten in eine Streitfamilie umschlägt.


Meine Leistungen für Sie:
  • Ich suche für Sie eine individuelle maßgeschneiderte Lösung und setze diese praktisch um
  • Ich habe alle Beteiligten im Blick - für eine faire Regelung
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