Absicherung minderjähriger Kinder, minderjährige Kinder absichern,

minderjährige Kinder

Minderjährige Kinder im Erbrecht absichern

Sie sind Eltern minderjähriger Kinder und machen sich Gedanken, was mit Ihren Kindern sein wird, wenn ein Elternteil verstirbt oder sogar der absolute Albtraum aller Eltern geschieht: Beide Eltern versterben gleichzeitig oder kurz hintereinander und lassen minderjährige Kinder zurück.


Wie ist die erbrechtliche Ausgangslage?

Gibt es bei dem Todesfall der Eltern kein Testament, so tritt gesetzliche Erbfolge ein. Dies bedeutet, dass, wenn ein Elternteil verstirbt, der andere Elternteil mit den minderjährigen Kindern eine Erbengemeinschaft bildet. Zu welchen Anteilen der überlebende Elternteil und die Kinder erben, bestimmt sich nach der Anzahl der Kinder und auch nach dem ehelichen Güterstand.

Die minderjährigen Kinder werden auch in Bezug auf ihr Erbrecht von dem überlebenden Elternteil vertreten. Dieser hat nunmehr das alleinige Sorgerecht. Damit kann der überlebende Elternteil alle Entscheidungen treffen. Nur, wenn der überlebende Elternteil die Erbschaft für ein minderjähriges Kind ausschlagen will, bedarf er der Genehmigung des Familiengerichts.

Ist die Absicherung des Ehegatten und/oder die Ausbildungssicherung der minderjährigen Kinder das primäre Ziel, so empfiehlt sich ein gemeinschaftliches Testament der Eheleute. In diesem können sie sich gegenseitig als Alleinerben einsetzen und die Kinder als gemeinsame Schlusserben. Das bedeutet, dass die Kinder erst beim Tod des letztversterbenden Elternteils zu Erben werden. Um die Ausbildung der Kinder abzusichern, kann für die Kinder ein Vermächtnis bestimmt werden, beispielsweise mit dem Inhalt, dass ein bestimmter Geldbetrag dem Kind nach Schulabschluss zur Verfügung steht. Hier gibt es viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, je nachdem, welche Vorstellungen die Eltern haben.

Vorsorge für minderjährige Kinder bei Versterben beider Eltern.

Sterben beide Eltern gleichzeitig oder kurz hintereinander und lassen minderjährige Kinder zurück, ist die Hauptfrage, wer nunmehr das Sorgerecht für die minderjährigen Kinder ausüben wird. Hier ist wichtig, zu bedenken, dass nicht automatisch nahe Verwandte, Großeltern oder gar erwachsende Geschwister das Sorgerecht bekommen. Auch auf die Paten wird das Sorgerecht nicht automatisch übertragen, da das Patenamt nur eine kirchliche Funktion und keine rechtliche Funktion hat. Grundsätzlich prüft das Familiengericht, wer für minderjährige Kinder das Sorgerecht zu bekommen hat. Im schlimmsten Fall müssen die Kinder in ein Heim, oder zu einer Pflegefamilie.

Es empfiehlt sich deshalb dringend, eine sogenannte Sorgerechtsverfügung vorzunehmen.

Eine Sorgerechtsverfügung bedeutet, dass die Eltern noch zu Lebzeiten bestimmen, wer Vormund oder Pfleger für die eigenen minderjährigen Kinder sein soll. Das Benennungsrecht haben grundsätzlich beide Eltern. Die Eltern können auch eine Ersatzbenennung vornehmen, d.h. fällt der Erstgenannte vor oder während der Vormundschaft weg, so kommt der als zweites Benannte als Vormund in Betracht. Es ist auch möglich, die Personensorge und die Vermögenssorge zu trennen. Dies würde bedeuten, dass die minderjährigen Kinder bei einer bestimmten Person wohnen und dort den Alltag leben, während eine andere Person sich um die Vermögensangelegenheiten der minderjährigen Kinder kümmert. Auch bei diesem Thema gibt es verschiedene gestalterische Möglichkeiten, die je nach Einzelfall und besonderer Situation der Familie vorgenommen werden müssen.

Wie muss die Sorgerechtsverfügung gestaltet sein?

Ideal ist es, eine Sorgerechtsverfügung mit einem Testament zu verbinden. In einem solchen "Gesamtpaket" kann ein Vormund für die minderjährigen Kinder benannt werden, es können erbrechtliche Regelungen getroffen werden, ggf. Vermächtnisse für die Berufsausbildung vorgenommen werden und für den Vormund, der die Vermögenssorge inne hat, Anordnungen gegeben werden. Diese Anordnungen können sich beispielsweise darauf beziehen, was mit dem, den minderjährigen Kindern hinterlassenen Vermögen geschehen soll. Wann welches Kind über welchen Betrag verfügen kann, was mit dem hinterlassenen Haus passieren soll usw.

In diesem Zusammenhang kann auch darüber nachgedacht werden, ob die ergänzende Einsetzung eines Testamentsvollstreckers sinnvoll ist. Eine solche Entscheidung muss gut überlegt werden, da die Testamentsvollstreckung im Regelfall Geld kostet und die Erbschaft der erst minderjährigen, aber später dann volljährigen Erben auch massiv beeinträchtigen kann. Die Testamentsvollstreckung muss irgendwann beendet werden, da es im Regelfall bei Vermögen durchschnittlichen Umfanges keinen Grund für eine Dauertestamentsvollstreckung gibt.


Dieser kurze Abriss zeigt, dass die Testamentsgestaltung und Vorsorge für minderjährige Kinder ein sehr vielschichtiges Thema ist, das gut überlegt und beraten werden muss.

Meine Leistungen für Sie:
  • Ich erkläre Ihnen alle Fragen verständlich
  • Ich bringe Ihre Vorstellungen zu Papier
  • Wenn Ihre Kinder interessierte Jugendliche sind, können sie gerne zu einem Gespräch mitkommen. Vielleicht haben Ihre Kinder auch Fragen zum Erbrecht.

Nehmen Sie Kontakt auf:
persönlich, telefonisch oder online

Telefon 0711 21 72 82 90

inforemove-this@remove-thisanwaltskanzlei-wolfer.de


Jetzt E-Mail schreiben oder anrufen