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Grabpflegekosten

Informationen zu Grabpflegekosten


Wird ein Pflichtteilsanspruch gegen die Erben geltend gemacht, so muss der Wert des Nachlasses ganz exakt berechnet werden. Dies deshalb, weil sich nach diesem Nachlasswert anteilig letztendlich die Höhe des Pflichtteils berechnet.

Es stellt sich deshalb häufig die Frage, welche Kosten, die die Erben zu tragen hatten, von dem Wert des Nachlasses abgezogen werden können. Hierzu gehören die Beerdigungskosten. Das sind die Kosten, die für die Beerdigung des Verstorbenen (Karten, Musik, Leichenschmaus) entstehen. Des Weiteren können die Kosten abgezogen werden, die dadurch entstehen, dass ein Grab gekauft werden muss und auch die Kosten für die entsprechenden Papiere, wie Sterbeurkunde etc. können abgezogen werden.

Nicht abgezogen werden kann vom Wert des Nachlasses der Betrag, der für die zukünftige Grabpflege entsteht. Die Grundeinrichtung des Grabes, also der Stein und auch das einmalige Bepflanzen des Grabes, kann von dem Nachlasswert abgezogen werden.

Viele Erben fragen sich jedoch, was mit den Grabpflegekosten der nächsten 20 Jahre ist. Diese Grabpflegekosten sind nicht abzugsfähig. Die Rechtsprechung argumentiert so, dass sie sagt, die Grabpflege ist keine Rechtspflicht der Erben, sondern beruht auf einer moralischen Verpflichtung der nahen Angehörigen. Pflegen diese das Grab nicht, so ist dies sicherlich gegebenenfalls unschön, aber dagegen kann niemand etwas unternehmen. Deshalb ist die Grabpflege bzw. die Kosten, die für die Grabpflege entstehen, so etwas wie eine „freiwillige Leistung“ der nahen Angehörigen mit der Folge, dass die Kosten die durch die dauernde Grabpflege entstehen, vom Nachlasswert nicht abgezogen werden können.


Dies ist bedauerlich, da die Grabpflege für viele Erben zu einer selbstverständlichen Tätigkeit gehört und wenn sie professionell durch Friedhofsgärtnereien erledigt wird, auch nicht ganz billig ist.



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